Alter Kindergarten
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Moderne Pädagogik in historischem Ambiente

DRK-Kindergarten am Kastanienplatz feiert zehnjähriges Bestehen

Nottuln. Der Alte Kindergarten am Kastanienplatz, in Trägerschaft des DRK-Ortsvereins Nottuln e.V., feiert in der nächsten Woche seinen zehnten Geburtstag. Das Gebäude ist allerdings schon wesentlich älter, wurde es doch bereits im 17. Jahrhundert als Gast- und Wohnhaus der Familie Salzmann erbaut. In den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts richtete die Gemeinde hier den ersten Kindergarten Nottulns ein, damals unter katholischer Trägerschaft. In den 80er Jahren zog der Liebfrauenkindergarten dann in das neue Gebäude am Twiälf-Lampen-Hok um, da das Haus auf Grund seiner Baufälligkeit geschlossen werden musste.

Viele Nutzungsmöglichkeiten wurden in der Folgezeit diskutiert, vom Jugendzentrum bis zur Musikschule, aber auch der Abriss wurde erwogen. Dem steuerte aber das Urteil des Westfälischen Amtes für Denkmalpflege entgegen: Das Gebäude wurde als erhaltenswert eingestuft. Mit dem Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz wurde zudem die Schaffung neuer Kindergartenplätze wichtig. Zuschüsse aus dem Landesprogramm Kindergärten in denkmalgeschützten Häusern begünstigten den Entschluss, das Gebäude wieder mit Kinderlachen zu erfüllen.

Unter der Trägerschaft des DRK-Ortsvereins Nottuln ging der Kindergarten dann im Januar 1995 an den Start. Mit einem Team von sieben Erziehern und Erzieherinnen werden heute 45 Kinder betreut. Es stehen 20 Tagesstättenplätze und 25 Regelgruppenplätze zur Verfügung. Drei Kinder werden derzeit integrativ betreut. Das Gebäude bietet den Kindern auf zwei Etagen viel Platz zum Turnen, Malen, Verkleiden, Toben, Ausruhen...

In den zehn Jahren des Bestehens steckt kontinuierliche Arbeit an der pädagogischen Konzeption, da das Mitarbeiterteam sich fortwährend mit deren Verbesserung, Veränderung und Überprüfung beschäftigt hat.

Über einige Jahre wurden auch Schulkinder betreut, bis die Grundschulen selbst eine Übermittagbetreuung anboten. So ist die Entwicklung von ehemals geschlossenen Gruppen über die teiloffene bis hin zur heutigen offenen Arbeit im Rückblick zu beobachten.

Der Tagesablauf ist so strukturiert, dass die Kinder sich morgens in ihren Gruppenräumen zum gemeinsamen Kreis treffen, sich danach für ein Kleingruppenangebot entscheiden und im Anschluss daran im Freispiel die vielen schönen Räumlichkeiten und Spielecken selber wählen können. Auf die gesunde Ernährung legt das Team besonderen Wert. Es gibt jeden Tag ein reichhaltiges Frühstücksbuffet, das Mittagessen wird täglich frisch von einer Köchin zubereitet. Daran haben die Kinder eine besondere Freude, dürfen sie doch beim Kochen mithelfen und schon mal vorab ein bisschen probieren.

Zum zehnjährigen Bestehen ihres Kindergartens haben die Erzieherinnen und Erzieher eine ganze Festwoche geplant. So wird am Montag (24. Januar) erst einmal mit den Kindergartenkindern eine große Geburtstagstorte angeschnitten. Am Mittwoch (26. Januar) freut sich das Team auf alle ehemaligen Kinder, die seit 1995 den Kindergarten besucht haben. Neben der traditionellen Kaffeepause ist auch eine Malaktion geplant: Die Kinder können sich auf einer Erinnerungskachel verewigen, die draußen angebracht werden soll.

Auch für die Eltern findet ein besonderes Angebot statt. Am Donnerstag (27. Januar) ist der Ergotherapeut Uwe Hilterhaus aus Havixbeck eingeladen, um über die kindliche Entwicklung zu referieren. Für den 30. Januar (Sonntag) haben sich viele Gäste angemeldet, die auf die zehnjährige Zusammenarbeit anstoßen wollen. Nachmittags ist der Kindergarten von 14 bis 17.30 Uhr für alle Interessierten geöffnet. In der Alten Amtmannei, auf dem Kastanienplatz und im Kindergarten selbst sind viele Aktionen vom Kindergartenteam und vom DRK-Ortsverein geplant worden. Zum Abschluss um 17.30 Uhr sind alle eingeladen, sich in der Diele am Kamin zu treffen, um einer Geschichtenerzählerin zu lauschen.

Westfälische Nachrichten, 22. Januar 2005