Alter Kindergarten
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15 Jahre Alter Kindergarten

Angebot hat sich stetig gewandelt


Auf die Jubiläumswoche zum 15-jährigen Bestehen freuen sich Kinder und Mitarbeiter des DRK-Kindergartens. Von Anfang an dabei sind bereite die Leiterin Gisela Wieskus (r.) und auch Trägervertreterin Maria Sklenak (2. v. l.).
(Foto: Marita Strothe)

Nottuln - "Es hat sich einiges verändert", stellt Gisela Wieskus rückblickend fest. Vor 15 Jahren übernahm sie die Leitung des neu gegründeten Nottulner DRK-Kindergartens "Alter Kindergarten", der vom Deutschen Roten Kreuz aus der Taufe gehoben worden war, um den Anfang der 90er-Jahre eingeführten Rechtsanspruch auf Betreuungsplätze für Dreijährige zu erfüllen.

Seit einem Jahr werden mittlerweile auch noch jüngere Kinder betreut. Acht Zweijährige sind unter den 40 Kindern, die momentan die Einrichtung besuchen. Besonders bei den Kleinen sei eine gut geplante Eingewöhnungszeit wichtig, habe das achtköpfige Kindergartenteam festgestellt, sagt Wieskus. Seit dem letzten Jahr sind Hausbesuche der Erzieherinnen bei den angehenden Kindergartenkindern Standard. Danach werden die Familien in den Kindergarten eingeladen. Jedem Kind wird dabei eine Bezugserzieherin an die Seite gestellt. "Der enge Kontakt bleibt die ganze Kindergartenzeit bestehen", weiß die Leiterin.

Angefangen hat der Kindergarten 1995 mit 45 Kindern, sehr schnell wurde er zur Tagesstätte ausgebaut, und auch Integrationplätze wurden geschaffen. Kurz nach der Gründung kam Köchin Maria Schlichtmann mit ins Team, die auch heute noch jeden Mittag für frisch gekochtes Essen sorgt, bei dessen Zubereitung ihr die Kinder zur Hand gehen dürfen. Mithelfen müssen sie morgens auch beim Aufbau des gesunden Frühstücksbuffets, das bereits seit Anfang an im „Alten Kindergarten“ angeboten wird.

Immer war die Zusammenarbeit mit dem Träger erfreulich, betont Wieskus. Alle 14 Tage trifft sich einer von drei DRK-Vertretern mit den Kindergarten-Mitarbeiterinnen. Seit 15 Jahren im Team der drei Trägervertreter ist Maria Sklenak. "Wir machen das gerne", sagt sie. Aber den ehrenamtlichen Einsatz hätten sie doch zu Beginn unterschätzt. Schließlich sei ein richtiger Betrieb zu führen, in dem zudem immer wieder neue Gesetze der Bildungspolitik zu berücksichtigen seien.

Ein wichtiger Baustein im Angebot der DRK-Einrichtung stellt seit dem Sommer 2008 das System "Early excellence" dar, mit dem die Kinder individuell gefördert werden. „Wir werden auch noch weiterhin von einer Fachberaterin betreut“, informiert Wieskus, "damit sich auch die Erzieherinnen in dem Beobachten und Fördern der Kinder noch weiter entwickelten." Dabei habe die enge Zusammenarbeit mit den Eltern einen besonders hohen Stellenwert. "Für uns ist es schön, zu erleben, dass es bei den Kindern ankommt", so die Leiterin, die sich damit bestätigt fühlt, dass sich der Mehraufwand der Erzieherinnen lohnt.

von Marita Strothe, Nottuln
Westfälische Nachrichten, 13. März 2010